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Fachwissen

Businessplan Gastronomie: Das A und O für deinen Geschäftserfolg

DISH
November 2022

Gastronomen bei der Erstellung eines Business-Plans

Wenn du deinen Traum von einem eigenen Restaurant verwirklichen möchtest, kommst du an einem Gastronomie-Businessplan nicht vorbei. Du solltest dein Gastronomie-Konzept so erstellen, dass auch potenzielle Geldgeber von deiner Idee begeistert sind. Wir erklären dir im Folgenden, was einen erfolgversprechenden Businessplan im Bereich Gastronomie ausmacht.

Was ist ein Businessplan und welchen Zweck erfüllt er?

In einem Businessplan werden alle Grundlagen und Schritte auf dem Weg zu deinem zukünftigen Unternehmen festgelegt. Er dient zum einen dazu, deine Geschäftsidee zu präsentieren. Zum anderen soll er aufzeigen, wie du gedenkst, deine Pläne in die Tat umzusetzen. Je nachdem, wie überzeugend dein Geschäftsplan ausfällt, hilft er dir dabei, Geldmittel zu generieren und dein Restaurant, Café, deinen Cateringservice oder Food-Truck von Anfang an auf sichere Beine zu stellen.

Am Beispiel des Gastronomie-Businessplans ist gut ersichtlich, dass ein Businessplan auch als verlässliches Kontrollinstrument fungiert – vor allem dann, wenn sich dein Restaurant schon im vollen Betrieb befindet. Durch ihn kannst du sehen, wo eventuell Nachverhandlungen nötig sind, zudem zeigt er Erfolge beziehungsweise Misserfolge auf.

Tipps für die Eröffnung oder die Übernahme eines Restaurants findest du auch in unserem YouTube-Video:

 

Von der Geschäftsidee zur Finanzierung: Das gehört in einen Businessplan für die Gastronomie

Wenn du einen Businessplan für die Gastronomie erstellen möchtest, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass es Aspekte gibt, die auf keinen Fall in ihm fehlen dürfen. Besonders wichtig sind diese Punkte:

  • Geschäftsidee: Es gibt viele Grundkonzepte, die du für deine gastronomische Einrichtung nutzen kannst, zum Beispiel ein Restaurant, ein Imbiss, eine Bar oder ein Café. Du kannst auch auf moderne Trends setzen, etwa einen Food Truck oder einen Burgerladen. Wichtig ist, dass du dir Gedanken darüber machst, in welcher Nische du dich platzieren willst.
  • Rechtsform: Du musst dich für eine bestimmte Rechtsform entscheiden, möglich sind eine GmbH, eine UG, eine GbR oder das Einzelunternehmertum.
  • Risiken: In deinen Businessplan gehört auch eine Aufstellung möglicher Risiken, zum Beispiel das Ausbleiben von Kundschaft (worst case), aber auch Risiken hinsichtlich der Hygiene, der Qualität der Speisen oder Mitarbeitenden. Bestandteil der Analyse ist auch eine Auflistung von Maßnahmen, um die Risiken zu minimieren.
  • Personal: Hier folgt eine Übersicht, wie viele Leute du beim Start benötigst und wie hoch der Personalbedarf langfristig aussieht. Zudem sollte der Businessplan darstellen, ob der / die Gründer Erfahrung in der Gastro-Branche haben oder ob ein Experte oder eine Expertin beratend zur Seite steht.

Außerdem sollten folgende Schritte ein fester Bestandteil deines Gastronomie-Businessplans sein:

Stelle dich, dein Unternehmen und dessen organisatorische Struktur vor

Genau wie dein zukünftiges Lokal lebt auch dein Gastro-Businessplan davon, wie du nach außen hin auftrittst. Gehe auf deine Stärken als Unternehmer und deine Passion für die Gastronomie ein. Führe sowohl deine Qualifikationen als auch deinen Willen zur Weiterbildung an. Auch die Erfüllung behördlicher Voraussetzungen, die gerade im gastronomischen Bereich teils streng geregelt sind, sorgen in deinem Businessplan für Sicherheit.

Ein wichtiger Bestandteil deiner Unternehmensvorstellung im Businessplan sind daher Angaben zu deinem Personal, dessen Organisation und Kompetenzen. Von besonderer Bedeutung ist aber auch, dass du dein Alleinstellungsmerkmal (englisch: USP) deutlich hervorhebst. Zum Beispiel, ob du spezielle oder häufig wechselnde Gerichte anbietest, dein Standort einzigartig ist oder du deiner Kundschaft eine ganz besondere Einrichtung bietest. Auch spezielle Zubereitungsideen, zum Beispiel Fusion-Food oder ausschließlich vegane Gerichte, können zum USP werden.

Analysiere die Marktlage und hebe deine Wettbewerbsfähigkeit hervor

Damit dein Unternehmen nicht eines von vielen bleibt, ist es wichtig, im Vorfeld die aktuelle Lage am Markt zu sondieren. Entscheidend für deinen Gastronomie-Businessplan sind an dieser Stelle die Konkurrenz-, die Zielgruppen- und die Standortanalyse.

  • Konkurrenz: Gibt es in der unmittelbaren Nähe ein Restaurant, das ähnliche Speisen anbietet? Das solltest du besser vor der Eröffnung herausfinden. Denn in diesem Fall kannst du dich vielleicht auf eine bestimmte Nische konzentrieren: vegetarisch/vegan, ausschließlich bio, schnelle Zubereitung, mit Live-Musik, … Oder du stellst fest, dass du auf weiter Flur der/die Einzige mit deinem Konzept bist – Glückwunsch!
  • Zielgruppe: Jetzt nimmst du deine potenzielle Kundschaft in den Blick. Für ein hochpreisiges Restaurant brauchst du beispielsweise auch eine zahlungskräftige Klientel, die aber auch möglicherweise von etwas weiter weg anreist. Konzepte wie Imbiss und Food Truck setzen dagegen auf eine große Laufkundschaft, die häufig nur über ein kleines Budget verfügt. Auch richtet sich ein Steakhaus an eine andere Zielgruppe als ein Restaurant, das ausschließlich vegane Speisen serviert. Zielgruppen unterscheiden sich auch nach Tageszeit: Bei vielen Büros in der Nähe lohnt sich es vielleicht, nicht nur abends zu öffnen, sondern auch einen Mittagstisch anzubieten.
  • Standort: In diesem Abschnitt klärst du Fragen wie: Passt die Lage zu deinem Konzept? Ist der Standort gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen? Wenn deine Gäste mit dem Auto anreisen (müssen), hast du dann ausreichend Parkplätze vor der Haustür oder in der Nähe? Wie gut lassen sich die Räumlichkeiten nutzen (Größe, Einrichtung, behördliche Auflagen, …)?

Einen ersten Überblick, welche Auflagen dein Restaurant aufgrund gesetzlicher Regelungen erfüllen muss, findest du in unserem Blogpost: Behördliche Auflagen in der Gastronomie. Außerdem haben wir für dich einen Leitfaden für die Anmeldung eines Gewerbes in der Gastronomie zusammengestellt.

Erstelle einen Marketingplan

Wie erreichst du deine zukünftigen Gäste und welche Zielgruppe möchtest du ansprechen? Auch diesem Thema muss im Businessplan für dein Restaurant Genüge getan werden. Wie sieht deine Marketing-Strategie aus? Möchtest du deinen Laden auf den bekannten Social-Media-Plattformen präsentieren oder sind breiter gefächerte Werbemaßnahmen geplant? Auch hier spielen die Alleinstellungsmerkmale deines Unternehmens eine überaus wichtige Rolle. Setzt du zum Beispiel auf eine nachhaltige Gastronomie oder bietest du außergewöhnliche Kreationen an? Auch die folgenden Punkte solltest du beachten:

  • Preisgestaltung: Abhängig von deinen Preisen sprichst du unterschiedliche Zielgruppen an. Hochpreisige Restaurants richten sich eher an Besserverdienende und Geschäftsleute, Studierende bedenkst du mit günstigen Angeboten auf der Speisekarte, Familien mit kleinen Kindern freuen sich über kostenlose „Räuberteller“. Die Preise lassen sich auch entsprechend der Uhrzeit variieren (günstigerer Mittagstisch für umliegende Büros, abends höhere Preise).
  • Image-/Markenaufbau: Im Lauf der Zeit sollte dein Restaurant zu einer starken Marke werden, durch die du deine besonderen Stärken in den Köpfen deiner Gäste verankerst. Image- bzw. Markenaufbau ist ein langfristiges Projekt, auf das alle deine Tätigkeiten einzahlen. Wenn du dir das Thema „Nachhaltigkeit“ auf die Fahnen geschrieben hast, solltest du z.B. auch darauf achten, dass deine Verpackungen nachhaltig sind. Oder du willst als Trend-Restaurant wahrgenommen werden? Dann biete häufig neue Kreationen an oder erweitere deine Speisekarte um innovative Entwicklungen, z.B. Fusion-Kitchen.
  • Marketingkanäle: Um neue Gäste zu erreichen und die treue Kundschaft zu halten, hast du heute zahlreiche Möglichkeiten: bezahlte Werbung auf Facebook, Google & Co., lokale Suchmaschinenoptimierung (SEO), ein eigenes Instagram-Profil, Newsletter, Flyer, Werbeplakate, …

Eine eigene Homepage ist die Grundlage für viele Marketingaktivitäten. Tipps für eine perfekte Website findest du in unserem Blogpost: Restaurant-Website erstellen. Für noch mehr Marketing-Tipps empfehlen wir dir unseren Artikel zum Thema Restaurant Marketing.

Kläre die Finanzen

Ohne Kapitalgrundlage ist ein Business schwer umzusetzen. Umso wichtiger ist es, bereits im Geschäftsplan realistische Grundlagen und Erwartungen festzulegen. Ohne diese wird kaum ein Geldgeber gewillt sein, in deinen Betrieb zu investieren. Schätze vor allem das Verhältnis zwischen allen potenziellen Einnahmen und Ausgaben deines Unternehmens ein. Dies gelingt dir am besten mit der Hilfe eines gut durchdachten Finanzierungsplans. Zentrale Bestandteile sind:

  • Kapitalbedarf: Hier gilt es, alles Kosten aufzuschlüsseln, die du für die Eröffnung deines Restaurants benötigst. Vor allem an die Küchenausstattung, das Kassensystem und die Einrichtung des Gastraums solltest du denken, aber auch an Beraterhonorare oder Teilnahmegebühren für Existenzgründerseminare (falls notwendig). Administrative Posten wie Genehmigungen (z. B. Konzession/Ausschankerlaubnis), Gewerbeanmeldung, Eintrag ins Handelsregister und Notar gehören ebenfalls hierher, ebenso die Ausgaben fürs Marketing.
  • Umsatzplanung: Restaurants, Bars und Cafés haben relativ geringe Gewinnspannen. Daher solltest du dir ein realistisches Umsatzziel setzen. Wareneinsatz, Personal- und sonstige Fixkosten (Miete, Energie, Versicherungen, Betriebskosten, …) geben den Rahmen vor. Daraus ermittelst du den durchschnittlichen Tages- / Montagsumsatz, den du erreichen willst. Arbeite mit realistischen Zahlen, um zu bestimmen, welchen Absatz an Speisen, Kuchen oder Getränken du benötigst und mit welchen Preisen du arbeiten musst. Denke an einen Puffer in der Startphase – du musst dir deine Stammkunden erst noch erarbeiten. Welche Kosten du bei der Preisgestaltung berücksichtigen solltest, zeigen wir dir in unseren Blogposts zu den Themen Kalkulation in der Gastronomie,  Kalkulation von Getränken und Kalkulation eines Buffets.
  • Privatentnahme: Nicht vergessen solltest du den Lohn, den du an dich selbst zahlst. Denn auch dieser Posten ist wichtig, weil du ja von deinen Einkünften leben möchtest. Daher solltest du alle privaten Ausgaben (Miete/Rate für Immobilienkredit, Versicherungen, Lebensmittel, …) und zusätzliche Einnahmen (Gehalt des Lebenspartners, Kindergeld, …) gegenüberstellen und daraus die notwendige Privatentnahme ermitteln.

Vergiss bei der Planung deiner Finanzen auf keinen Fall, die Abgabe von Steuern einzukalkulieren. Mehr dazu in unserem Artikel: Steuern in der Gastronomie.

 

Gastronomie-Konzept schreiben: Die wichtigsten Tipps und Tricks

Der Businessplan ist in der Gastronomie die bedeutungsvollste Maßnahme für die Gründung deines Restaurants. Er kann sowohl den Grundstein für den Erfolg legen als auch dein Vorhaben zum Scheitern bringen, bevor du dein Lokal überhaupt öffnen konntest. Damit dir Letzteres nicht passiert, ist es sinnvoll, sich beim Erstellen eines Gastronomie-Konzepts an einige elementare Regeln zu halten:

  • Hebe deine Stärken hervor und lenke die Aufmerksamkeit auf die Alleinstellungsmerkmale deines zukünftigen Unternehmens!
  • Untermauere deine Expertise mit so vielen Dokumenten wie möglich! Als Anlage eines Businessplans für die Gastronomie sollten Zeugnisse, Zertifikate, Konzessionen und sonstige relevante Dokumente nicht fehlen.
  • Plane realistisch! Übermotiviert angestellte Zahlen sind speziell in den ersten Gründungsjahren nicht angebracht. Ebenso sinnvoll ist es, nicht zu knapp zu kalkulieren, damit die Finanzierung nicht per se auf wackligen Füßen steht.
  • Lass dich von Expert:innen beraten! Ein Businessplan für die Gastronomie ist nicht mal eben aus dem Ärmel geschüttelt. Vielmehr ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld durch Profis auf diesem Gebiet beraten zu lassen. Auf unserem  YouTube-Kanal DISH Support kommen viele Gastronom:innen zu Wort, du erhältst Tipps und Tricks aus der Praxis und profitierst so direkt von den Erfahrungen der Expert:innen.

Mehr Infos zum Thema Konzepte in unserem detaillierten Blogpost: Gastro-Konzepte

 

Mit DISH und einem hieb- und stichfesten Businessplan zum Geschäftserfolg

Ob du nun einen Food Truck, einen Imbiss, ein Café oder ein Restaurant eröffnen willst – ein solider Businessplan ist die Voraussetzung für eine durchdachte Gründung und eine späte erfolgreiche Gastronomie. Zu den wichtigsten Inhalten gehören:

  • Unternehmer:innen-Profil (persönliche, sachliche und fachliche sowie räumliche Eignung)
  • Geschäftsidee (mit Blick auf Alleinstellungsmerkmal)
  • Zielgruppe(n)
  • Markt- und Wettbewerbsanalyse (Konkurrenz, Standort, …)
  • Marketing (welche Kanäle?)
  • Finanzierung (Kapitalbedarf, Umsatzplanung, …)

Steht der Business-Plan für dein Restaurant auf stabilen Säulen, gilt es, deine Ziele auf die effizienteste Art und Weise in Angriff zu nehmen. Die digitalen Lösungen von DISH bringen dein Restaurant in die Erfolgsspur.

Eine gesteigerte Reichweite erreichst du zum Beispiel mit einer eigenen Gastronomie-Website. Erstelle diese unkompliziert mit DISH Starter. Unser Gastronomie-Reservierungssystem DISH Professional Reservation ist nicht nur kinderleicht handzuhaben, sondern spart bares Geld und wertvolle Zeit. Du planst ein Lokal mit Lieferservice? Dann unterstützt dich das 100 Prozent provisionsfreie Online-Bestellystem DISH Professional Order.

Unser Tipp: Kombiniere die unterschiedlichen Gastronomie-Lösungen miteinander und hole damit das Optimum aus deinem Gastronomiebetrieb heraus!

FAQs zum Thema Erstellung eines Businessplans in der Gastronomie

Frage: Warum benötige ich für meine Gastronomie einen Businessplan?

Antwort: Für dich als Gastronom:in ist ein Businessplan von hoher Bedeutung! Er dient dir als Fahrplan, um den Erfolg deines Betriebs zu planen und zu steuern. Wenn du gerade eine Gastronomieröffnung planst, hilft dir ein Businessplan, Investoren (z.B. Banken) und Partner von deinem Vorhaben zu überzeugen.

Frage: Welche Inhalten gehören in einen Gastronomie-Businessplan?

Antwort: Ein guter Businessplan für dein Restaurant, Imbiss oder Café sollte folgende Elemente enthalten:

  • Geschäftsidee und Vision
  • Stärken und Alleinstellungsmerkmale
  • Umsatzplanung
  • Kapitalbedarf
  • Finanzplan
  • Marketingplan
  • Informationen über die Rechtsform
  • Risikoanalyse & Maßnahmen zur Vermeidung
  • Personalplanung
  • Zielgruppe
  • Konkurrenz
  • Standort
  • Privatentnahme

Frage: Wie kann ich eine seriöse Finanzplanung für meinen Gastronomie-Businessplan erstellen?

Antwort: Um eine realistische Finanzprognose zu erstellen, solltest du:

  • Daten und Erfahrungen aus der Branche für deine Umsatzprognose nutzen
  • Deine Kosten gründlich recherchieren: Personal, Miete, Lebensmittel, Energie, Versicherungen etc.
  • Immer einen Finanzpuffer einplanen und nie vom Best-Case Scenario ausgehen
  • Kurzfristige und langfristige Ziele definieren

Frage: Muss ich meinen Businessplan regelmäßig aktualisieren?

Antwort: Ja. Eine jährliche Überprüfung des Businessplans ist ratsam. Die Marktbedingungen oder deine Ziele können sich ändern, weshalb du deinen Plan anpassen solltest.

Frage: Wie mache ich eine Zielgruppeanalyse?

Antwort: Um deine potentiellen Kunden zu erkennen und zu verstehen, solltest du Merkmale wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Beruf, Lifestyle und Standort definieren. Auch Umfragen und Feedbackgespräche können dir dabei helfen.

Frage: Wie kann ich mich in meinem Businessplan von der Konkurrenz abheben?

Antwort: Betone in deinem Geschäftsplan, welchen Mehrwert dein Betrieb bietet und wie du dich von der Konkurrenz abhebst. Unterscheidungsmerkmale können z.B. sein: Preise, Konzept, Ambiente, spezielle Speisen & Getränke, Service oder Standort.

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