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Branchentrends

Nachfrage nach bargeldlosen Bezahlmöglichkeiten in der Gastronomie steigt

DISH
March 2021

Nimmt in deinem Restaurant auch die Nachfrage nach Kartenzahlung und Bezahlen mit dem Smartphone zu? Das ist nämlich aktuell absolut der Trend! Die Möglichkeit der Kartenzahlung wird von immer mehr Menschen genutzt und auch gewünscht. Laut der Allensbach-Studie der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. vom Juni 2020 bezahlen bereits 31% der Deutschen lieber mit Karte als mit Bargeld. Auch der Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken verkündet, dass die Anzahl der bargeldlosen Transaktionen in Deutschland im Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr um 48% gestiegen sind. Ein Beschleuniger dieses Trends ist auch hier die Corona-Pandemie. Obwohl die Übertragung von Corona über Bargeld nicht nachgewiesen ist, ziehen viele Menschen aktuell die Kartenzahlung der klassischen Bargeldzahlung vor.

Wurden früher eher höhere Beträge mit Karte bezahlt, geht jetzt der Trend hin zur bargeldlosen Bezahlung auch für kleinere Beträgen. Eine wesentliche Veränderung gibt es, seit Kartenzahlungen kontaktlos möglich sind und die Bezahlung bequem und schnell funktioniert. Und dennoch schwingt bei vielen ein ungutes Bauchgefühl mit, wenn sie kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten nutzen. Eine Studie hat ergeben, dass 65% der Deutschen Bedenken in Bezug auf die Sicherheit der kontaktlosen Bezahlfunktion haben.

Seit 2018 ist auch das Bezahlen über das Smartphone z.B. via Google Pay oder Apple Pay möglich. In der jüngeren Generation (16 – 30-Jährige) ist sogar ein Trend zu erkennen, dass Smartphones als kontaktloses Zahlungsmittel bevorzugt werden.

Welche 3 No-Go´s du in Bezug auf Kartenzahlung in deinem Restaurant unbedingt beachten solltest!

Obwohl die Entwicklungen eindeutig sind, ist es in vielen Restaurants und Cafés nicht gerne gesehen, wenn bargeldlos bezahlt wird. Welchen Aussagen du in deinem Restaurant heutzutage tatsächlich vermeiden solltest, siehst du hier:

 

1. „Sorry, wir nehmen nur Bargeld!“

Wirklich? Wenn das dein Ernst ist, dann kann es nur zwei Gründe haben: Entweder ist dein Restaurant so gefragt, dass deine Gäste sogar das in Kauf nehmen, oder du hast vor 20 Jahren aufgehört, auf die Bedürfnisse deiner Kunden zu achten.

In jedem Fall kannst du hoffen, dass in deiner Nähe ein Bankautomat steht. Denn wie die Zahlen oben zeigen, vertrauen immer mehr Gäste darauf, dass sie bargeldlos bezahlen können und tragen keine großen Bargeldsummen mit sich herum. Ist nur Barzahlung möglich und kein Bankautomat in der Nähe, besteht natürlich die Gefahr, dass dir ein großer Teil des Umsatzes verloren geht, weil sich deine Gäste für das günstigere Essen entscheiden, dass in ihr Bargeld-Budget passt.

Die Allensbach-Studie der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. vom Juni 2020, die sich zwar auf das Bezahlverhalten an Einkaufskassen bezieht und sicherlich einige Rückschlüsse auf die Gastronomie zulässt, zeigt, dass sogar aus der Altersklasse der über 60-jährigen nur noch 65% mit Bargeld bezahlen. In den jüngeren Altersklassen sind es zwischen 29% und 42%, die mit Bargeld bezahlen.

 

2. „Kartenzahlung erst ab 10€!“ 

Man hört es noch viel zu oft, aber ist das heute noch zeitgemäß? Wir glauben nicht! Die Möglichkeit der Kartenzahlung an einen Mindestbetrag der Rechnung zu knüpfen, wo die Gebühren ohnehin prozentual berechnet werden, kommt bei den Gästen gar nicht gut an. Auch die Mitarbeiter, die diese Botschaft überbringen müssen, bringst du damit in eine unangenehme Situation. Sie müssen es schließlich vor den Gästen rechtfertigen und zucken häufig nur entschuldigend mit den Schultern.

Akzeptierst du in deinem Restaurant sowohl Kartenzahlung wie auch Barzahlung, ist natürlich ein doppelter Handling-Aufwand gegeben. Einen Vorteil haben hier Restaurants und Cafés, die nur bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten akzeptieren. Die Zeitersparnis bei der täglichen Abrechnung gleicht sich in der Regel in etwa mit den Gebühren der Zahlungsanbieter aus. Außerdem steigt die Zahl der Anbieter von Kartenterminals und die Transaktionsgebühren sinken, was die Alternative der Kartenzahlung noch attraktiver macht.

Wie hoch sind in deinem Betrieb die Mitarbeiterkosten für die täglichen Aufgaben Rund um das Thema Bargeld, z.B. Öffnen und Schließen der Kasse, Zählen des Bargeldbestandes bei Schichtwechsel, das Besorgen von Wechselgeld und das Einzahlen von Bargeld bei der Bank?

 

3. „Trinkgeld muss in Bar gegeben werden und kann nicht über die Karte abgerechnet werden!“ 

Klar, Trinkgeld kann nur von Mitarbeitern steuerfrei eingenommen werden. Wird es von dir als Gastronom eingenommen, musst du es versteuern. Gibt es also eine Lösung, die es auch bei Kartenzahlungen ermöglicht, eine Besteuerung zu vermeiden? Ja! Wenn es transparent und lückenlos dargelegt werden kann, dass das Trinkgeld einem bestimmten Mitarbeiter gegeben wurde. Es mag etwas aufwändiger sein dies aufzusetzen, aber ein guter Steuerberater sollte dir hier weiterhelfen können.

Zudem entwickeln erste Zahlungsdienstleister digitale Lösungen, um hier praktikable Alternativen zu bieten. Bereits in 2020 auf den Markt getreten ist das Unternehmen Tiptab, die leider aufgrund der aktuellen Situation bedingt durch Covid-19 ihren Betrieb wieder einstellen mussten.

Die nächsten Monate werden zeigen, welche neuen digitalen Tools in diesem Bereich auf den Markt kommen. Doch ist auch das Thema Trinkgeld nicht grundsätzlich ein Grund, auf bargeldlose Zahlungsmittel zu verzichten.

 

Du wirst uns sicherlich zustimmen, dass diese Aussagen in der Gastronomie nach wie vor noch viel zu häufig zu hören sind. Um aber auf die veränderten Gewohnheiten der Gäste einzugehen, einen besseren Service zu bieten und sich zeitgemäß zu präsentieren, dürfen auch die Gastronomen in Zukunft das Angebot bargeldloser Zahlungsmöglichkeiten ausbauen. Ein Umschwung zu komplett bargeldlosem Zahlungsverkehr ist nicht absehbar, neben der Angst vor kompletter Transparenz der Gäste sind auch einige weitere Themen noch nicht ausgereift, z.B. wie mit Kindern oder anderen Menschen ohne Giro- oder Kreditkarte umgegangen werden soll und für das Thema Pfand gibt es noch keine ausgereifte Lösung. Auch wie ein Umdenken bei Gästen erreicht werden kann, auch bei kleinen Beträgen an Trinkgeld zu denken.

Wie sieht der Trend in deinem Restaurant aus und welche Bezahlmöglichkeiten bietest du an?

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