Konzession in der Gastronomie: Wann du sie brauchst und was zu beachten ist

11 September 2026
Lesezeit 8 Min

Wenn du einen Gastronomiebetrieb eröffnest oder übernimmst, solltest du frühzeitig klären, ob für dein Konzept eine gaststättenrechtliche Erlaubnis oder Anzeige erforderlich ist. Entscheidend sind unter anderem dein Standort, dein Angebot und die geplante Nutzung der Betriebsräume. Hier erfährst du, wann eine Konzession in der Gastronomie relevant ist, woran sie gebunden sein kann und wie du Voraussetzungen, Antrag und Kosten planst.

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Was ist eine Konzession in der Gastronomie?

Mit einer Konzession in der Gastronomie ist meist eine behördliche Erlaubnis für den Betrieb einer Gaststätte gemeint. Häufig werden dafür auch die Begriffe Gaststättenerlaubnis oder Gaststättenkonzession verwendet. Welche gesetzlichen Vorgaben konkret gelten, hängt jedoch von deinem Standort und deinem Betriebskonzept ab.

Deutschlandweit gibt es keine vollständig einheitliche Regelung. In einigen Bundesländern gilt weiterhin das Gaststättengesetz des Bundes, andere haben eigene Landesgesetze. Deshalb unterscheiden sich auch die Verfahren: Je nach Standort kann eine klassische Gaststättenerlaubnis notwendig sein oder eine Anzeige des Betriebs ausreichen.

Die Konzession ist außerdem nicht mit der allgemeinen Gewerbeanmeldung in der Gastronomie gleichzusetzen. Beide Verfahren können für denselben Betrieb relevant sein, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke.

Auch der Begriff Schanklizenz wird häufig im Zusammenhang mit der Gaststättenerlaubnis verwendet. Er bezieht sich vor allem auf Betriebe, in denen alkoholische Getränke ausgeschenkt werden. Welche Vorgaben dabei gelten, hängt ebenfalls vom Bundesland ab.

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Wichtig: Gaststättenrechtliche Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland. Kläre deshalb immer bei der zuständigen Gewerbe- oder Ordnungsbehörde, welches Verfahren für deinen Standort und dein Konzept gilt.

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Wann brauchst du eine Konzession für deinen Betrieb?

Ob du eine Gaststättenerlaubnis benötigst, lässt sich nicht allein an der Bezeichnung deines Betriebs festmachen. Entscheidend sind die rechtlichen Vorgaben am Standort und die konkrete Art deines Angebots. In Bundesländern mit einem klassischen Erlaubnisverfahren spielt insbesondere der Ausschank alkoholischer Getränke eine wichtige Rolle.

Ein Restaurant mit Wein- und Bierangebot kann deshalb anderen Anforderungen unterliegen als ein Café, das ausschließlich Speisen und alkoholfreie Getränke anbietet. Auch Bars, Kneipen und andere Betriebe mit Alkoholausschank sollten früh prüfen, welches Verfahren für sie vorgesehen ist.

Nicht jeder Gastronomiebetrieb benötigt automatisch eine klassische Gaststättenkonzession. Andere Pflichten können trotzdem bestehen. Dazu zählen etwa die Gewerbeanmeldung sowie Vorgaben aus dem Lebensmittel-, Bau- oder Hygienerecht.

Die Prüfung ist besonders wichtig, wenn du einen Betrieb neu eröffnest, einen bestehenden Standort übernimmst oder dein bisheriges Konzept veränderst. Bei einer Restaurant-Eröffnung solltest du deshalb frühzeitig klären, welche Genehmigungen und Anzeigen zusammenkommen.

Woran ist eine Gaststättenerlaubnis gebunden?

Eine bestehende Gaststättenerlaubnis lässt sich nicht automatisch auf jede neue Situation übertragen. Je nach geltendem Recht kann sie an die betreibende Person, die konkreten Räume und die genehmigte Art des Betriebs gebunden sein. Genau deshalb solltest du nicht davon ausgehen, dass eine vorhandene Konzession bei einer Übernahme unverändert weitergilt.

Prüfbedarf kann unter anderem entstehen, wenn sich wesentliche Bedingungen deines Betriebs ändern:

  • Betreiberwechsel: Du übernimmst ein bestehendes Restaurant, eine Bar oder ein Café von einer anderen Person oder Gesellschaft.
  • Neue Betriebsräume: Dein Betrieb zieht um oder nutzt zusätzliche Räume.
  • Geändertes Konzept: Du veränderst die Art des gastronomischen Angebots oder führst neue Betriebsbereiche ein.
  • Umbauten: Grundriss, Küche, Gastraum oder andere genehmigungsrelevante Bereiche werden verändert.
  • Neues Getränkeangebot: Du erweiterst dein bisheriges Angebot beispielsweise um alkoholische Getränke.

Gerade bei der Übernahme eines laufenden Gastronomiebetriebs solltest du daher nicht nur nach vorhandenen Genehmigungen fragen, sondern deren Geltungsbereich prüfen. Eine frühzeitige Abstimmung mit der zuständigen Behörde kann verhindern, dass du dich auf Unterlagen verlässt, die für dein eigenes Vorhaben nicht ausreichen.

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Tipp: Prüfe die gaststätten- und baurechtliche Situation möglichst vor der Unterzeichnung langfristiger Miet- oder Pachtverträge. Notwendige Umbauten oder eine fehlende Genehmigung für die geplante Nutzung können deine Kosten und deinen Eröffnungstermin erheblich beeinflussen.

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Welche Voraussetzungen gelten für eine Gaststättenerlaubnis?

Bei einem Erlaubnisverfahren können persönliche und betriebliche Voraussetzungen geprüft werden. Welche Nachweise konkret erforderlich sind, richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht und dem Verfahren deiner Kommune.

Zu den häufig relevanten Bereichen gehören:

  • Persönliche Zuverlässigkeit: Die Behörde kann prüfen, ob Gründe gegen eine ordnungsgemäße Führung des Betriebs sprechen.
  • Geeignete Betriebsräume: Küche, Gastraum, Lager und weitere Bereiche müssen für die geplante Nutzung geeignet sein.
  • Baurechtliche Voraussetzungen: Die gastronomische Nutzung der Immobilie muss zulässig sein. Bei Änderungen kann eine zusätzliche Genehmigung erforderlich werden.
  • Fachliche Nachweise: Abhängig vom Bundesland und Verfahren können Unterrichtungen, Bescheinigungen oder weitere Nachweise verlangt werden.

Besonders die Räume solltest du früh prüfen. Anforderungen und Vorschriften für die Gastroküche können Auswirkungen auf Lüftung, Ausstattung, Arbeitsbereiche oder notwendige Umbauten haben.

Lebensmittel- und Hygienevorschriften sind davon getrennt zu betrachten. Anforderungen an Personal-, Küchen- und Lebensmittelhygiene können unabhängig davon gelten, ob dein Betrieb eine klassische Gaststättenerlaubnis benötigt.

Welche Unterlagen benötigst du für eine Gaststättenkonzession?

Eine bundesweit einheitliche Liste aller erforderlichen Unterlagen gibt es nicht. Die zuständige Behörde entscheidet anhand des geltenden Rechts und deines konkreten Vorhabens, welche Nachweise sie benötigt.

Je nach Verfahren können beispielsweise folgende Dokumente relevant sein:

  • Identitätsnachweis: etwa Personalausweis oder Reisepass.
  • Nachweise zur Zuverlässigkeit: beispielsweise Führungszeugnis oder Auskunft aus dem Gewerbezentralregister.
  • Unterlagen zum Betrieb: etwa Miet-, Pacht- oder Kaufvertrag.
  • Raumunterlagen: beispielsweise Grundrisse oder weitere Angaben zur Nutzung.
  • Unternehmensunterlagen: abhängig von Rechtsform und Betreiberstruktur.
  • Weitere Bescheinigungen: sofern sie das jeweilige Landes- oder Kommunalverfahren verlangt.

Manche Unterlagen müssen bei anderen Stellen beantragt werden und benötigen zusätzliche Bearbeitungszeit. Frage deshalb möglichst früh nach einer aktuellen Dokumentenliste für deinen konkreten Fall.

Wie kannst du eine Konzession beantragen?

Bevor du eine Konzession beantragst, musst du zuerst das richtige Verfahren für deinen Standort bestimmen:

  1. Zuständige Stelle ermitteln: Prüfe bei Stadt, Gemeinde oder Landkreis, welche Behörde für dein Vorhaben verantwortlich ist.
  2. Verfahren klären: Stelle fest, ob eine Erlaubnis, Anzeige oder eine andere gaststättenrechtliche Regelung greift.
  3. Betrieb und Räume prüfen: Kläre, ob dein Konzept am vorgesehenen Standort in der geplanten Form umgesetzt werden kann.
  4. Unterlagen beschaffen: Fordere notwendige Nachweise rechtzeitig an und kontrolliere sie auf Vollständigkeit.
  5. Antrag oder Anzeige einreichen: Beachte die örtlichen Vorgaben und Fristen.
  6. Rückfragen bearbeiten: Reiche fehlende Dokumente oder Informationen möglichst zeitnah nach.

Plane ausreichend zeitlichen Puffer ein. Verzögerungen im Verfahren können sich auf Mietkosten, Umbau, Personalplanung, Liefertermine und den geplanten Betriebsstart auswirken. Berücksichtige diese Phase deshalb auch bei der Finanzierung deines Restaurants.

Was kostet eine Konzession in der Gastronomie?

Die Kosten einer Konzession in der Gastronomie lassen sich nicht bundesweit pauschal beziffern. Gebühren können sich je nach Bundesland, Kommune, Verfahren und Prüfungsumfang unterscheiden.

Neben der eigentlichen Verwaltungsgebühr solltest du mögliche zusätzliche Ausgaben berücksichtigen:

  • Registerauskünfte: für erforderliche Nachweise zur Zuverlässigkeit.
  • Pläne und Unterlagen: wenn aktuelle Grundrisse oder weitere Nachweise benötigt werden.
  • Umbauten: falls Räume für die vorgesehene Nutzung angepasst werden müssen.
  • Weitere Genehmigungen: wenn zusätzlich gaststätten-, bau- oder nutzungsrechtliche Verfahren erforderlich sind.

Frage bei der zuständigen Behörde nach den aktuell geltenden Gebühren und kalkuliere einen Puffer für zusätzliche Nachweise oder bauliche Anpassungen ein. So vermeidest du, dass die behördlichen Anforderungen deine Gründungsplanung unerwartet verteuern.

Fazit

Ob du eine Konzession in der Gastronomie brauchst, hängt nicht nur von deinem Getränkeangebot ab. Entscheidend sind auch Standort, Betriebskonzept, Betriebsräume und mögliche Veränderungen wie Übernahme, Umzug oder Umbau.

Kläre deshalb zuerst, welches Verfahren für deinen konkreten Betrieb gilt. Prüfe anschließend die Voraussetzungen, stelle die notwendigen Unterlagen zusammen und plane Gebühren sowie ausreichend Zeit für die Beantragung ein.

Eine gute Vorbereitung hilft dir sowohl bei Genehmigungen als auch beim späteren Betriebsstart. Wenn du auch Team, Angebot, Finanzen und Abläufe frühzeitig aufeinander abstimmst, schaffst du eine stabile Grundlage für eine erfolgreiche Gastronomie.