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Fachwissen

GEMA-Gebühren in der Gastronomie: Das ist wichtig

DISH
October 2022

Restaurant mit Bühne und Musik

Inhalt

 

Als Gastronom oder Gastronomin lebst du davon, dass sich deine Gäste bei dir wohlfühlen. Dazu gehört neben leckerem Essen und einem guten Service auch das Ambiente – und das wird meistens von passender Musik untermalt. Wer einem Publikum ein musikalisches Angebot präsentiert, muss GEMA-Gebühren zahlen – auch wenn die Musik nur leise im Hintergrund läuft. Erfahre, was du zu den GEMA-Gebühren in der Gastronomie wissen musst.

 

GEMA-Gebühren sind für die Gastronomie verpflichtend

Die GEMA ist die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Sie verwaltet stellvertretend die Rechte von allen Musikmachenden sowie Musikverlagen und gewährt dadurch eine faire Bezahlung für die Nutzung der Musikwerke in öffentlichen bzw. kommerziellen Bereichen. Da dein Betrieb hierzu zählt, bist du dazu verpflichtet, einen bestimmten Beitrag an die GEMA zu zahlen – das sind die GEMA-Gebühren in der Gastronomie. Sie nicht zu zahlen oder ein urheberrechtlich geschütztes Werk unerlaubt abzuspielen, zählt als Straftat.

Auch die meisten Weihnachtsklassiker unterliegen den GEMA-Gebühren. In unserem Beitrag über die Weihnachten in der Gastronomie erhältst du weitere Tipps, auf was du in der Adventszeit in deinem Restaurant achten solltest.

 

GEMA-freie Musik in der Gastronomie: (K)eine Alternative?

Die meisten Lieder sind GEMA-pflichtig. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn du GEMA-freie Restaurantmusik abspielst. Hierbei handelt es sich um Werke, deren Urheberinnen und Urheber keine Mitglieder in der GEMA sind. GEMA-freie Musik ist besser als ihr Ruf. Inzwischen gibt es ein breites Angebot verschiedener Musikstile, die sich durchaus auch für Gastrokonzepte eignen. GEMA-freie Musik ist in der Regel unbekannt. Das hat den Vorteil, dass deine Gäste keine negativen Erinnerungen mit einem abgespielten Lied (und deinem Betrieb) assoziieren können. Der Nachteil ist, dass dadurch keinerlei oder keine starken Emotionen bei deinen Gästen geweckt werden – und der Gesamteindruck deines Betriebes womöglich darunter leiden könnte.

 

Tarife für GEMA-Gebühren in der Gastronomie

Je nach Art der Musiknutzung gibt es unterschiedliche Tarife. Für Musik-Streaming in der Gastronomie ist der GEMA-Tarif M-U gedacht. Die Berechnung der GEMA-Gebühren basiert auf den folgenden Faktoren:

      • Raumgröße: Je größer der Geschäftsraum, desto höher sind die GEMA-Gebühren. Die Preisklassen staffeln sich pro 100 Quadratmeter.
      • Wiedergabemedium: Wird die Musik im Restaurant per CD abgespielt oder nutzt du Radio- bzw. Fernsehprogramme? Bei Fernsehern staffeln sich die Preise nach der Bildschirmgröße.
      • Vertragslaufzeit: Für deine Gastronomie-Musik kannst du unterschiedliche Vertragslaufzeiten auswählen und die GEMA-Gebühren jährlich, monatlich oder vierteljährlich zahlen. Auch Pauschalbeträge pro 500 abgespielte Titel stehen zur Auswahl.

Gut zu wissen: Für das Abspielen von Musik im Restaurant solltest du auf Streamingdienste wie YouTube, Spotify, Apple Music und Co. verzichten. Denn deren zahlungspflichtige Lizenzen sind nur für den privaten, nicht für den kommerziellen Gebrauch bestimmt. 

 

Für Sonderveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern gelten gesonderte Preise

Zu Sonderveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern, Silvesterpartys, Geburtstage oder Hochzeiten gelten gesonderte Preise für GEMA-Gebühren in der Gastronomie – vor allem, wenn ein DJ auflegt oder das Ambiente durch Livemusik untermalt wird. Hier können zum Beispiel die folgenden Faktoren eine Rolle spielen:

      • Die Größe der Veranstaltung
      • Das Fassungsvermögen des Veranstaltungsortes
      • Die Dauer der Veranstaltung
      • Die Art der Musikwiedergabe
      • Die Anzahl der zu erwartenden Gäste
      • Das Eintrittsgeld (sofern erhoben)
      • Eventuelle Zuschläge für die Veranstaltungsart

 

GEMA-Gebühren rechtzeitig anmelden

Bevor du die Musik aufdrehst, musst du deine Restaurantmusik anmelden. Das geht recht unkompliziert per E-Mail, online, postalisch oder telefonisch. Beachte, dass auch GEMA-freie Musik bei der GEMA anzumelden ist. So wird überprüft, ob die Musik tatsächlich frei ist. Die GEMA muss in jedem Fall vorab einwilligen, dass du die Musik abspielen darfst.

Bei manchen Anlässen hast du als Gastronom oder Gastronomin mehr zu tun als bei anderen. Vor allem, wenn es um Sonderveranstaltungen geht, muss der Ablauf perfekt organisiert sein.

Hat dir dieser Beitrag geholfen? Dann schau regelmäßig auf unserem Gastro-Blog vorbei. Erfahre bei uns beispielsweise, was du bei der Erstellung einer Restaurant-Website beachten solltest du wie die Verteilung des Trinkgelds in der Gastronomie geregelt ist.

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