Was ist der Veganuary? Konzepte, Chancen & Tipps für die Gastronomie
DISH
Januar 2026

Veganuary ist mehr als ein Ernährungstrend – er ist ein strategisches Zeitfenster für die Gastronomie. Wer im Januar pflanzliche Gerichte sichtbar und genussvoll inszeniert, positioniert sich nachhaltig, gewinnt neue Gäste und zeigt Innovationskraft. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du den Veganuary erfolgreich planst, dein Menü optimierst, das Team vorbereitest und die passenden Marketingmaßnahmen umsetzt. Plus: Rezeptideen, Tipps für die Karte und Best Practices aus der Branche.
Inhalt
- Was ist der Veganuary?
- Darum ist der Veganuary für die Gastronomie sinnvoll
- Veganuary planen: Menü- & Einkaufsideen
- Speisekarte: vegane Gerichte clever platzieren
- Veganuary-Marketing: So klappt’s!
- Was muss das Küchenteam bei veganen Speisen beachten?
- „Dry January“ & Veganuary auf der Speisekarte
- Best Practices für den Veganuary: 3 Konzept-Ideen
- Fazit & Checkliste für einen erfolgreichen Veganuary
Was ist der Veganuary?
Veganuary ist eine internationale Initiative, die Menschen dazu motiviert, im Januar 31 Tage lang vegan zu essen. Für die Gastronomie heißt das: deutlich höhere Aufmerksamkeit für pflanzliche Optionen und eine ideale Bühne für kreative Gerichte.
Ursprung & Ziel des Veganuary
Der Fokus des Veganuary liegt aufs Ausprobieren veganer Gerichte. Viele Menschen testen vegane Gerichte und Alternativen, ohne dass sie ihre Ernährung dauerhaft umstellen müssen.
Relevanz für Gäste und Medien im Januar
Im Januar steigt das Interesse an „leichter“, bewusster Ernährung nach den Feiertagen. Das Thema wird medial gepusht – ideal, um mit Storys, Specials und klarer Kennzeichnung sichtbar zu werden. Tipp: Verknüpfe Veganuary mit deinem Nachhaltigkeitsprofil und saisonalen Produkten.
Darum ist der Veganuary für die Gastronomie sinnvoll
Immer mehr Gäste erwarten vegane oder vegetarische Alternativen als Standard und nicht als Extra. Wer hier überzeugt, gewinnt neue Zielgruppen und stärkt die Stammkundschaft.
Der Veganuary passt zu Themen wie Nachhaltigkeit in der Gastronomie und digitaler Sichtbarkeit. Ein klar kommuniziertes Veganuary-Konzept wirkt glaubwürdig nach innen und außen.
Umsatzchancen: neue Zielgruppen & Zusatzverkäufe mit veganer Karte
Mit Signature-Dishes, Bundles und klugen Pairings erhöhst du Durchschnittsbon und Tischumsatz. Wer das Erlebnis betont (Story, Präsentation, Empfehlung), steigert Probierfreude und damit den Abverkauf.
Veganuary planen: Menü- & Einkaufsideen
Setze auf Saisonalität (z. B. Kohl, Rüben, Pilze), regionale Lieferketten und smarte Alternativen (Hülsenfrüchte, Tofu/Tempeh, Getreide). Fermentation, Rösten oder Umami-Booster (Zwiebeljus, Miso) liefern Tiefe – passend zur Fermentationsküche.
Produktion & Mise en Place
Plane Batch-Cooking (z. B. Linsen-Ragout, vegane Fonds), Cross-Utilization (Sauce als Basis für 2 Gerichte) und ein System für Resteverwertung. Das spart Wareneinsatz und stützt die Nachhaltigkeitsstory.
Lege einen Saison- und Produktionskalender an (inkl. Mengenplanung fürs Wochenende). So vermeidest du Engpässe sowie Food Waste und hältst Qualität stabil.
Speisekarte: vegane Gerichte clever platzieren
Platziere vegane Bestseller im Blickzentrum der Karte statt in einer „Sonderrubrik“. Arbeite mit kurzen, sensorischen Beschreibungen („cremig, geröstet, knusprig“) und Icons.
Kennzeichne „vegan“, „glutenfrei“ oder „nussfrei“ klar und konsistent. Eine saubere Allergenenkommunikation auf der Speisekarte schafft Sicherheit!.
Gericht-Ideen für Januar
- Winter-Bowl mit ofengeröstetem Gemüse, Linsen, Grünkohl, Tahini-Zitronen-Dressing.
- Geröstete-Pilz-Pasta mit Miso-Sahne aus Pflanzendrink und knusprigem Salbei.
- Smoky-Bean-Burger mit Rote-Bete-Relish und Kartoffel-„Steaks“.
- Schoko-Orange-Dessert auf Aquafaba-Basis.
Nutze unsere Tipps zum Speisekarte-Schreiben für Formulierungen, Leseführung und Preislogik.
Veganuary-Marketing: So klappt’s!
Kuratiere ein Veganuary-Menü (z. B. 2 Vorspeisen, 3 Hauptgänge, 1 Dessert) und eine „Woche der Klassiker als pflanzliche Alternative“ (Schnitzel, Bolognese, Curry als vegane Remixe).
Pflanzliche Rohstoffe können günstiger sein, erfordern aber Handwerk (Zeit, Mise en Place). Vermittle den besonderen Wert: regionale Zutaten, hausgemachte Komponenten, Handwerksaufwand und kalkuliere die Arbeitszeit mit ein, definiere Portionsgrößen und teste Zielmargen.
Zeige Behind-the-Scenes, Mise en Place, Anrichten, Team-Statements auf Instagram und TikTok. Für mehr Reichweite helfen Micro-Creator und klare Call-to-Actions.
Aktualisiere dein Google-Unternehmensprofil (vegane Optionen, Fotos), dein Teaser auf der Website und probiere Tischaufsteller mit QR-Codes im Restaurant aus.
Schicke eine kurze Presseinfo an lokale Medien mit 2–3 starken Bildern von deinem Veganuary-Menü. Deadline & Reservierungshotline nicht vergessen.
Was muss das Küchenteam bei veganen Speisen beachten?
Das Team sollte Zutaten, Herkunft und Zubereitung erklären können und aktiv Empfehlungen mit konkretem Mehrwert geben: „Das Linsenragout wird 12 Stunden geschmort. Probier dazu den Kombucha mit Zitruszeste!“ So fühlt sich vegan nicht nach Verzicht an, sondern nach Genusserlebnis.
Küchenhygiene: Kreuzkontamination vermeiden
- Getrennte Utensilien/Schneidebretter für vegane Produktion.
- Eigene Stationen & Behälter für empfindliche Komponenten.
- Klare Abläufe für Mise en Place, Lagerung, Kennzeichnung.
„Dry January“ & Veganuary auf der Speisekarte
Nutze den Januar für alkoholfreie Highlights: hausgemachte Limos, Cold Brew, Shrubs, Kombucha.
Ein Signature-Drink (z. B. Nitro Coffee mit Orangen-Zimt) macht Menüs erinnerbar. Positioniere 2–3 starke Optionen statt 20 Mittelmaß klein, aber durchdacht.
Kombiniere Bowls mit fruchtigem Kombucha, deftige Eintöpfe mit malzigem Alkoholfrei oder Cold Brew zum Dessert. So erhöhst du Zusatzverkäufe ohne Rabattdruck.
Halte Rezepte, Fotos, Kalkulationen und Social-Posts fest. So startest du nächstes Jahr schneller!
Best Practices für den Veganuary: 3 Konzept-Ideen
Café: „Veganuary-Brunch“
- Buffet oder Set-Menü mit Aufpreis-freien Milchalternativen.
- Specials: Porridge mit Zitruskompott, Tofu-Scramble, Pancakes mit Aquafaba.
Restaurant: 4-Gang-Veganuary-Menü
- Regionaler Twist: Sellerie „Schnitzel“ mit Kapernjus, Gersten-Risotto, Schoko-Orange.
- Story auf der Karte + Social-Content (Behind-the-Scenes, Team).
Food Truck: „Plant-Based Street Classics“
- Bean-Chili, Jackfruit-BBQ, Loaded Fries mit Cashew-Cheese.
- QR-Code am Truck für Menü & Bewertungen.
Low-Barrier-Start: 3 starke Gerichte + 1 Signature-Drink reichen für den Launch. Teste wöchentlich und behalte die Tops im Programm.
Fazit & Checkliste für einen erfolgreichen Veganuary
Der Veganuary ist die Bühne für deine pflanzliche Küche. Mit guter Planung, sichtbarer Kommunikation und geschultem Team wird der Januar zum Testfeld – und erfolgreiche Gerichte bleiben.
Checkliste für den Veganuary in der Gastronomie
- Menü: 3–5 Signature-Dishes + 1–2 Signature-Drinks definieren.
- Einkauf & Produktion: saisonal, Batch-Cooking, Cross-Utilization.
- Kennzeichnung: Allergene sowie vegane Alternativen klar und konsistent kommunizieren.
- Marketing: Website, Social Media, QR-Codes.
- Team: Hygiene-Schulung, Briefing, Empfehlungen.
FAQs zum Veganuary
Was bedeutet Veganuary?
Veganuary bedeutet, den ganzen Januar lang vegan zu essen. Für Betriebe ist es eine Chance, um pflanzliche Küche sichtbar zu machen und neue Gäste zu gewinnen.
Wie lange dauert der Veganuary und muss alles 100 % vegan sein?
Der Veganuary findet im Januar statt du läuft den ganzen Monat. Du kannst das gesamte Menü vegan gestalten oder gezielte Specials bzw. Menüs anbieten. Wichtig ist klare Kommunikation und Qualität.
Welche veganen Gerichte eignen sich für den Start in der Küche?
Bekannte Klassiker als vegane Remixe (Bolognese, Curry, Burger) funktionieren hervorragend. Ergänze Bowls und Eintöpfe für „Feel-Good“-Wärme im Winter.
Wie kommuniziere ich vegane Alternativen, ohne Stammgäste zu verlieren?
Betone Genuss, Handwerk und Regionalität statt Verzicht. Biete weiterhin Lieblingsgerichte an – die Vielfalt zählt!