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Saisonal

Food Trends im Jahr 2026

DISH
Januar 2026

Die Food Trends 2026 werden von den folgenden Makrotreibern geprägt: Value, Sustainability, Community sowie Health. Besonders gefragt sind Formate, die niedrigschwellig zum Testen einladen. Zu den Food Trends 2026 zählen klare Nutzenversprechen, glaubwürdige Nachhaltigkeit (z. B. Wholefoods, Upcycling), starke Aromen (z. B. „sweet heat“) und erlebbare Sensorik (z. B. Crunch, Cremigkeit, Temperaturkontraste). Darüber hinaus gewinnen „topped &loaded“-Gerichte, globale Desserts und Tee-basierte Getränkeerlebnisse deutlich an Sichtbarkeit.

Wichtig: Food Trends sind nicht mit den Gastronomie-Trends zu verwechseln. Food betrifft Produkte, Aromen, Texturen und Formate auf dem Teller, während Gastro-Trends z. B. Digitalisierung, Prozesse oder Flächennutzung meinen.

Was ist Trend Food?

Trend Food sind Gerichte und Getränke, die beobachtbare Gästewünsche bündeln: gesundheitlicher Mehrwert, besondere Aromen, neue Texturen, nachhaltige Herkunft oder ein Social-Media-taugliches gastronomisches Erlebnis (Shareability). Relevanz hat ein Trend für dich als Cafe– oder Restaurant-Betreibende erst, wenn er zu deinem Konzept, deiner Küche und deiner Kalkulation passt und nicht, wenn dieser nur auf TikTok funktioniert.

 

Welche Food Trends gibt es 2026?

Protein und Ballaststoffe als Alltagshelden

Protein und Ballaststoffe werden 2026 zu leicht verständlichen Gesundheitsankern, denn sie sind alltagstauglich und ohne Dogma. Wholefoods rücken in den Fokus: mehr Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse/Saaten, echte Zutaten statt Ultra-Processing.

Darmgesundheit und Fermentation 2.0

„Gut Health“ bleibt ein starker Treiber: Kombucha, Joghurtkulturen, Kimchi, Koji … aber genussorientiert statt asketisch! Biete kleine, fermentierte Add-ons (Kimchi-Topper, Pickles) oder ein „Ferment des Monats“ an, jedoch musst du medizinische Heilsversprechen vermeiden. Bleibe bei zulässigen, beschreibenden Angaben (z. B. „mit lebenden Kulturen“).

Multisensorische Küche: Textur, Temperatur, Theater

Gerichte, die mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen (Crunch + Cremigkeit, heiß + kalt), schaffen Erinnerungswert und rechtfertigen den Preis: knusprige Toppings, kalte Schaumschichten, Tisch-Finishing.

„Sweet Heat“ und neue Fusionsprofile

Das Zusammenspiel aus süß und scharf („swicy“) bleibt ein Massentrend: Chili-Honig, Gochujang-Glaze oder bis zu scharfen Frucht-Relishes. Dosierbar und optional anbieten; funktioniert bei Snacks, Sandwiches, Bowls und Drinks.

Globale Aromen: präziser, regionaler, respektvoll

Statt generischem „Asian Fusion“ punkten präzisere Referenzen: koreanische, malaysische und südamerikanische Küchen („flavours less travelled“) mit konkreten Gerichten wie Arepas, Patacones, Ceviche, Laksa oder Korean Fried Chicken. Achte auf respektvolle Darstellung, echte Zutaten und kurzes Storytelling zur Herkunft.

„Topped & Loaded“ als eigenes Format

Nicht nur Topping-Tipp, sondern echtes Value-Format: beladene Pommes, Jacket Potatoes, Hash Browns, Dumplings oder sogar „loaded Porridge“. Das bedient den Wunsch nach „viel fürs Geld“ und ist maximal fotogen. Plane 2–3 variable Toppings, die auch als Upsell laufen, und teste wöchentlich wechselnde „Loaded-Specials“.

Sweet Adventures: Globale Desserts mit Fotofaktor

Desserts werden zur Bühne für Entdeckung und Social-Shareability: Croffle, Brigadeiro, Japanese Cloud Cake, Bingsu… perfekt als Limiteds, Dessert-Trolley oder als kleine „Luxusmomente“ nach dem Lunch. Baue Mini-Portionen für Probierfreudige ein.

Low & No plus Tea Tonic und „Zebra Striping“

Alkoholfreie Optionen entwickeln sich weiter, im Jahr 2026 insbesondere Tee als Erlebnis: Cold Brews, Bubble-/Fruit-Teas, Matcha-Kreationen („Tea Tonic“). Viele Gäste wechseln bewusst zwischen alkoholischen und alkoholfreien Drinks („zebra striping“), um Kontrolle und Genuss zu verbinden. Biete Pairings nach Tageszeit/Anlass.

Preiswerte Genussformate und „Made for Moments“

Mehr Single-Haushalte und unterschiedliche Essanlässe treiben Portionen/Angebote: Small Plates, Sharing, Bundles. Dies ist ideal, um Innovationen risikoarm zu testen und drehzahlstark zu verkaufen. Denke in „Moments“ (After-Work, Lernpause, Pre-Show) statt in starren Gängen.

Inklusive Angebote und Ernährungsstile

Halal, vegetarisch, vegan, allergenfreundlich, glutenarm: Klare Kennzeichnungen, Prozesse gegen Cross-Contamination und Lebensmittel-Alternativen schaffen Vertrauen und Planbarkeit.

Authentische Handwerksküche und Nostalgie

Nostalgie-Gerichte liefern Vertrautheit, während aktualisierte Texturen und Aromen schaffen Relevanz.

Datengetriebene Entwicklung und Premium-Convenience

Beobachte Mikrotrends und teste wechselnde „Limiteds“. Premium-Convenience (hausgemachte, schockgefrostete Komponenten für Stoßzeiten) verbindet Wirtschaftlichkeit mit gleichbleibender Qualität.

 

Welche sind die Getränketrends 2026?

  • Low/No & Spritz 2.0: Bitters, Verjus, Tee-/Kaffee-Infusionen, Textur-Toppings (Schaum, Perlen). Baue Tea-Spritz, Sparkling Tea und funktionale Tees ein.
  • Global Coffee: vietnamesischer Eiskaffee, Gewürzprofile aus der Türkei, mexikanische Café-de-Olla-Noten und vielleicht noch ein „Signature Cold Foam“ als Upsell.
  • „Sweet Heat“ im Glas: Jalapeño-Limonade, Chili-Margarita, Tamarinden-Spritz – scharf-süß, gut inszenierbar.
  • Zebra Striping aktiv unterstützen

Fakten für deine Karte: 46 % möchten neue Trends probieren – am liebsten als Small Plate (73 %) oder Sharing Platter (68 %). Plane testbare, kleine Formate mit klaren Upgrades.

 

So bringst du Food Trends 2026 wirtschaftlich auf die Karte

Klein anfangen, groß lernen

Starte mit ein bis zwei saisonalen Trend-Specials pro Monat. Nutze Gästefeedback und Verkaufszahlen, um zu entscheiden, was bleibt. Baue A/B-Tests (z. B. zwei „Loaded“-Varianten), tracke Abverkauf pro „Moment“.

Gastronomische Sensorik bewusst planen

Denke jeden Gang mit Textur- und Temperaturkontrast. Plane Crunch (geröstete Kerne), Cremigkeit (Labneh, Bohnencreme), Säure (Pickles), Frische (Kräuter), Hitze (Chili-Öl) und schreibe es auf die Karte („knusprig“, „sämig“, „frisch“).

Einkauf und Mise en Place

  • Protein & Ballaststoffe: Basics (Bohnen, Linsen, Vollkorn) als Kalkulationsanker. Mehr dazu im Ratgeber Kalkulation in der Gastronomie.
  • Fermente: Kleine Batches, sichere Lagerung, klare Rotationen; Team schulen.
  • Loaded-Bausteine: Basis (Fries/Jacket/Hash Browns/Flats) + 4–6 Toppings; alles cross-nutzbar in Bowls/Small Plates.
  • Premium-Convenience: Komponenten schockfrosten (Saucen, Fonds, Füllungen), so behältst du gleichbleibende Qualität in Stoßzeiten. Siehe auch: Mise en Place richtig organisieren.

Preis- und Portionsstrategie

Baue „Made-for-Moments“-Bundles: Suppe + halbes Sandwich; Bowl + kleiner Drink. So erhöhst du Bon und Frequenz, ohne die Küche zu überlasten. Die hohe Bereitschaft für Small Plates bzw. Sharing ist dein Rückenwind. Erfolgshebel kompakt: Erfolgreiche Gastronomie.

Transparente Kommunikation

Klare, sympathische Claims schlagen Buzzwords: „hausgemacht fermentiert“, „proteinreich dank Linsen“, „Ballaststoffe aus Vollkorn“, „alkoholfrei, aber aromenstark“. Für funktionale Aspekte (Adaptogene/Nootropika) gilt: keine Heilversprechen, nur zulässige, beschreibende Aussagen in die Speisekarte schreiben. Geschmack und Erlebnis rücken in den Vordergrund für ein erfolgreiches Gastro-Erlebnis mit Emotional Selling.

 

Marketing: So finden Gäste deine Trendgerichte 2026

  • Storytelling: Erkläre den Warum-Faktor in ein bis zwei Sätzen je Gericht – ideal für Social und Speisekarte. Für Erlebnisse am Teller: Erlebnisgastronomie.
  • „Moment“-Kampagnen: Poste Tagesanlässe (Lunch Light, After-Work-Spritz, Study-Snack) statt generischer Food-Fotos.
  • UGC fördern: Signature-Texturen (Crunch-Toppings, Cold Foam) sind fotogen – bitte deine Gäste aktiv um Posts!
  • Lokal verankern: Erwähne regionale Produzentinnen und Produzenten, kurze Wege, saisonale Specials.
  • Wiederkehrende Limiteds: Rotierende Monats- oder Wochenhits schaffen Erwartung und Sammelleidenschaft für deine Stammgäste.

Mehr zu Food Trends & Konzepten: Wie übersetzt du Trendthemen in ein zukunftsfähiges Gastro-Konzept? Praxisimpulse bietet der Beitrag „Restaurant der Zukunft: Diese Entwicklungen solltest du kennen“.

 

Fazit: Wähle in 2026 Food Trends, die zu dir passen

Nur weil es Food Trends für das Jahr 2026 gibt, heißt es nicht, dass du jeden Hype mitnehmen musst. Wähle zwei bis drei Schwerpunkte, die zu Küche, Team und Zielgruppe passen. Teste, lerne, skaliere und kommuniziere klar, warum dein Angebot besonders ist. So setzt du eventuell eigene Trends, die auf Frequenz, Bon und Stammkundschaft einzahlen.

 

FAQ zu „Food Trends 2026“

Welche Food Trends gibt es 2026 konkret?

Zu den Food Trends 2026 zählen u. a. Protein bzw. Ballaststoffe & Wholefoods, Gut Health, Fermentation, „sweet heat“, „flavours less travelled“, Tea Tonic & Zebra Striping, „topped & loaded“, Sweet Adventures, Small Plates/Sharing.

Wie setze ich Food Trends ohne Risiko um?

Food Trends lassen sich risikofrei umsetzen, indem man klein startet (z. B. Monatsspecials), Messpunkte definiert (Abverkauf, Bewertungen) und letztlich Hits standardisiert. Also, die Sensorik gezielt planen, Claims ehrlich formulieren, Preise über Bundles abfedern sowie Premium-Convenience für Stoßzeiten.

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